Aktuelles

Chemnitzer Firmen-Cup 2020

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Sportfreunde, wir haben in den vergangenen Monaten bereits Zeit und Engagement in die Vorbereitung des alljährlichen Benefiz-Fußballturniers investiert. Bis zuletzt haben wir gehofft, doch …

Chemnitzer Firmen-Cup 2017

Nach dem Ende der Fußballsaison mit dem Pokalsieg von Borussia Dortmund kommt es zu einem weiteren sportlichen Höhepunkt in diesem Jahr: beim „Chemnitzer Firmen-Cup“ bieten sich Firmenmannschaften der Region einen …

WILLKOMMEN IN CHEMNITZ!

 

Stadt der Moderne

Willkommen in einer sächsischen Großstadt, in der sich seit der Wende so viel getan hat, dass das ehemalige Karl-Marx-Stadt kaum wieder zu erkennen ist.

Chemnitz empfängt seinen Besuch mit einer neu gestalteten Stadtmitte, mit interessanten und vielfältigen Architekturformen. Auch die Wohnviertel lohnen eine Visite. Mit ihren Häusern und Straßenzügen, gebaut im Stil der Gründerzeit, der Neuen Sachlichkeit und der Moderne, erzählen sie vom Bürgerstolz und zeigen zugleich viele Beispiele für einen gelungenen Stadtumbau. Zu den besonders schönen Seiten dieser Stadt gehören ihre weitläufigen Waldgebiete, Grünanlagen und Parks.

Chemnitz heute, das ist eine Stadt mit einem enormen Potential: Die am stärksten industrialisierte Region Sachsens gehört mit jährlichen Wachstumsraten, die bis zu 100 Prozent über dem bundesdeutschen Durchschnitt liegen, zu den wachstumsstärksten Städten Deutschlands. Insbesondere die Maschinen- und Fahrzeugbaubranche, der Dienstleistungssektor sowie der Software- und Engineering- Bereich weisen eine starke Dynamik auf.

Doch Chemnitz, das ist nicht nur eine Industrie- sondern auch eine moderne Universitätsstadt mit hervorragenden Bedingungen für Forschung und Lehre. Mehr als zehntausend Studierende füllen die Hörsäle, in den Labors und Forschungseinrichtungen werden neue Produkte und Verfahren entwickelt, die die Zukunft der Stadt als anerkannten Forschungs- und Wirtschaftsstandort sichern.

Ich lade Sie ein: Machen Sie sich selbst ein Bild von diesem bemerkenswerten Chemnitz. Die Stadt freut sich auf Ihren Besuch!

Willkommen in Chemnitz!

Ihre
Barbara Ludwig
Oberbürgermeisterin der Stadt Chemnitz

Quelle: Stadt Chemnitz

 

RICHARD HARTMANN

Symbolfigur der Industrialisierung in Sachsen

Richard Hartmann (1809 – 1878) wurde im Elsass geboren und kam 1832 nach Chemnitz. Heute gilt er als Prototyp einer ganzen Unternehmergeneration im damaligen „sächsischen Manchester“. Noch zu Lebzeiten wurde er als sächsischer „Lokomotiven-König“ bekannt und so zu einem der prominenten Bürger der Stadt Chemnitz. Er gilt als eine Symbolfigur der Industriellen Revolution in Sachsen.

Vom Elsass nach Chemnitz

Hartmann kam im März 1832 nach Chemnitz, wo er zuerst in der Firma C.G. Haubold als Akkordmeister arbeitete. 1837 kaufte er die Werkstatt des Maschinenbauers Friedrich August Schubert. Gleichzeitig erwarb Hartmann, der als Elsässer ein Ausländer war, die Bürgerrechte. Das Ziel des Neu-Chemnitzers: Der Bau von Lokomotiven. Der sächsische Eisenbahnbau erlebte in den 40er Jahren des 19. Jahrhunderts einen kräftigen Aufschwung, in dem auch Hartmann seine Chance sah. Zusammen mit seinem Ingenieur Steinmetz reiste er nach England, um sich dort über den Lokomotivbau und die notwendigen Maschinen und Ausrüstungen zu informieren. England war damals im Lokomotivbau führend.

Gründung des Lokomotivbaus

Nach seiner Rückkehr gründete Hartmann 1843 eine „Locomotivbauanstalt“. Zur Finanzierung war er auf staatliche Subventionen angewiesen, die damals für Vorhaben im Maschinenbau gewährt wurden. Als Startkapital zahlte ihm die sächsische Staatsregierung ein für zehn Jahre zinsloses Darlehen in Höhe von 30.000 Talern. 1847 begann Hartmann mit diesem Kapital den Lokomotivbau. Bereits am 5. Februar 1848 wurde die erste Lokomotive für die „Sächsisch-Bairische Staatsbahn ausgeliefert. Sie wurde auf den Namen „Glück auf“ getauft und war zum Einsatz für die Strecke von Leipzig nach Hof bestimmt. Die Lokomotive hatte eine Gesamtlänge von 7,5 Metern und wog 24 Tonnen. Sie erreichte eine Leistung von 180 PS. Für die Überführung zum Bayerischen Bahnhof in Leipzig wurde sie zerlegt und mit Pferdegespannen über die Landstraße transportiert.

Aufstieg zum „Lokomotiven-König“

Die Lokomotive bewährte sich und war die Grundlage für Richard Hartmanns Aufstieg zum „Lokomotiven-König“. Das Unternehmen wurde zum Hauptlieferanten für die sächsischen Eisenbahnen. Bis 1929 stellten die Hartmann-Werke insgesamt 4699 Lokomotiven her. 1923 erreichte das Unternehmen mit 11.000 Mitarbeitern die höchste Beschäftigtenzahl.

Die Entstehung der „Sächsischen Maschinenfabrik zu Chemnitz“

Neben dem Lokomotivbau entwickelte sich der Geschäftszweig des Werkzeugmaschinenbaus. 1857 entschloss sich Hartmann eine eigene Abteilung für den Werkzeugmaschinenbau einzurichten. Das Unternehmen fertigte schon bald schwere Werkzeugmaschinen unter anderem für den Schiffsbau, für Hüttenwerke und für die Geschützfertigung. Aus der kleinen Abteilung mit anfangs drei Arbeitern wuchs eine Maschinenbaufabrik mit 2000 Beschäftigten heran.

1870 wurde das Hartmannsche Unternehmen in eine Aktiengesellschaft mit einem Kapital von 2,5 Millionen Talern umgewandelt. Ab diesem Zeitpunkt firmierte das Unternehmen als „Sächsische Maschinenfabrik zu Chemnitz“. Neben dem Lokomotivbau und dem Werkzeugmaschinenbau gehörten inzwischen auch Spinnereimaschinen, Webereieinrichtungen, hydraulische Motoren, Dampfmaschinen und Mühlenausrüstungen zum Produktionsprogramm.

Richard Hartmann starb am 16. Dezember 1878. Sachsen und Chemnitz verloren damals einen ihrer führenden Industriellen.

Ethische Grundsätze

Ich werde das Ansehen meines Berufsstandes in meinem persönlichen aktiven Handeln fördern und so beachten, dass ich mit Recht in dem Ruf stehe, etwas geleistet zu haben.

Ich will dabei erfolgreich sein und mich um den mir zustehenden angemessenen Gewinn bemühen. Dieses Ziel werde ich jedoch nicht zu Lasten meiner Selbstachtung durch Wahrnehmen eines unlauteren Vorteils oder fragwürdiger Handlungen anstreben.

Ich werde um des eigenen Vorteils willen nicht die Existenz eines anderen gefährden. Meinen Geschäftspartnern gegenüber will ich loyal sein und mir selbst treu bleiben. Wann immer ein Zweifel an der Korrektheit und moralischen Integrität meiner Einstellung oder meines Verhaltens gegenüber meinen Mitmenschen entsteht, werde ich mich selbstkritisch prüfen.

Ich betrachte die Freundschaft als Ziel, nicht als Mittel zum Zweck. Ich bin mir bewusst, dass wahre Freundschaft nicht erwiesener Dienste wegen besteht. Sie fordert nichts, nimmt jedoch Freundschaftsdienste im selben Geiste an, in dem sie geleistet wurden.

Ich werde mir stets meiner Verpflichtungen als Staatsbürger gegenüber meinem Land und der Gesellschaft bewusst bleiben und in Wort und Tat loyal zu ihnen stehen. Im Rahmen meiner Möglichkeiten werde ich sie mit persönlichem Engagement und finanziellen Mitteln bei der Erfüllung ihrer Aufgaben unterstützen.

Ich werde meinen Mitmenschen helfen, indem ich den Unglücklichen mit Trost, den Schwachen mit Tatkraft und den Bedürftigen mit meinen wirtschaftlichen Mitteln beistehe.Ich werde behutsam sein mit meiner Kritik und freigebig mit meinem Lob, ich will mich bemühen, aufzubauen und nicht zu verletzen.

Neufassung vom März 2003

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